Schweizer Fotograf Silvano Zeiter über seine Heimberge in der autofreien Aletsch Arena

Silvano Zeiter ist in den Schweizer Alpen geboren und aufgewachsen. Über ein Jahrzehnt lang hat er dort den Zeitgeist des Snowboardens gelebt.

Eine Zeit, die ihn später zu einem Fotografen mit künstlerischem Anspruch und besonderem Humor gemacht hat. Silvanos Arbeiten halten die Balance zwischen Dokumentarfilm und Editorial und wurden auf unzähligen Titelseiten von Magazinen auf der ganzen Welt veröffentlicht.

2016 publizierte er sein erstes Hardcover-Buch mit dem Titel "Honey Ryder". Arbeitsbedingt lebt Silvano mittlerweile in Zürich. Er arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Action-, Lifestyle-, Mode- und Porträtfotografie – für Unternehmen und Zeitschriften auf der ganzen Welt. Am schönsten ist und bleibt es für Ihnen aber Zuhause.

www.silvanozeiter.com

Instagram: @silvanozeiter

Was schätzt Du besonders an Deinem Homespot?

Die Aletsch Arena hat mich mein Leben lang geprägt. Sie ist wie ein riesiger Spielplatz auf dem ich aufwuchs, als Kind Skifahren und später dann Snowboarden lernte. Als Teenager fing ich dann an alle Winkel und Ecken der Region zu erkunden vor allem immer mehr abseits der Pisten, und bis heute vermag sie mich zu überraschen. Auch meine Faszination für die Fotografie, welche dann zu Beruf und Berufung werden sollte, fand zu einem grossen Teil ihren Ursprung auf jenen Heimbergen. Ausserdem erfüllt es mich immer auch ein wenig mit Stolz, wenn ich Menschen aus aller Welt meine Heimat zeigen und sie mit ihnen teilen kann. Natürlich ist es aber in erster Linie mein Zuhause, wo meine Familie und meine ältesten Freunde sind.

Hast Du schon bekannte Gesichter aus der Szene gesichtet?

Seit über 10 Jahren arbeite ich mit einigen der besten und populärsten Snowboardern der Welt und viele davon konnte ich für die Aletsch Arena begeistern. Von Nicolas Müller und Fredi Kalbermatte, über Eero Ettala und Heikki Sorsa, die Jackson Brüder und mehrere Absinthe Crews - alle hatten hier schon viel Spass und produktive Tage.

Hast Du uns besondere Tipps zu Reisezeit?

In der Zwischensaison wenn’s Powder hat. Piste carven, geht natürlich immer gut.

Übernachtung?
In Sachen Hotels kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich weiss, dass die Ferienwohnungen von Top of Bettmeralp toll sind. Wer komplett weg vom Trubel sein möchte, kann sich eine Ferienwohnung im Casa Yolanda im Fieschertal schnappen, im Haus, indem ich aufgewachsen bin. Immer ein guter Tipp: Übernachtungen sind in den einfachen Chalets in der Gruppe durchaus erschwinglich. Am Abend wird gemeinsam entspannt und günstig gekocht. Die Bergbahnpreise hier oben sind im Schweiz-Vergleich im Übrigen eher günstig.

Essen?
Die Bättmer-Hitta befindet sich direkt an der Piste und begeistert mit erlesenen, lokalen Spezialitäten. Auf der Fiescheralp esse ich eigentlich fast immer im Restaurant Eggishorn, währschafte Küche zu einem fairen Preis, ich mag die Salatsauce sehr und die Desserts vom Chef-Koch sind der Wahnsinn. Die Pizza im Jungfrau ist auch super.

Gibt es für Dich hier oben einen Lieblingsplatz Aussichts-/ Päuschenplatz? Verrätst Du ihn uns?
Die Aussicht auf dem Eggishorn ist der Wahnsinn und die Gletschergrotte direkt am Gletscher in der Märjela natürlich auch – aber nichts für Sonntagsfahrer. Das Gebiet jenseits der Moosfluh bis zum Aletschwald ist jedoch pure Magie für jeden.

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Wir haben von Deinem GEX Projekt gelesen. Erzählst Du uns davon?
Ich habe kürzlich eine Filmprojekt mitproduziert zusammen mit Holden Outerwear, doodah und Schweiz Tourismus. Es handelt sich dabei um eine 5-Teilige Dokuserie namens "The Glacier Express" über einen Freeride-Trip mit dem Glacier Express von Zermatt bis nach St. Moritz. Zusätzlich habe ich ein Zine veröffentlicht mit meinen Lieblingsbildern des Trips kuratiert auf 40 Seiten namens GEX. Es geht natürlich um die Reise aber vor allem, um die Menschen, die wir treffen und die einzigartigen Orte, die wir auf dem Weg besuchen. Ich finde, das Ganze ist kommt gut gelungen als schöne Runde Sache rüber, aber überzeugt euch selbst.

Brennt Dir sonst noch was auf der Seele?
Bitte seid lieb zum Berg und lasst nichts rumliegen. Ich hab schon einige PET-Flaschen und Chips-Packungen auf und neben den Pisten aufgesammelt. Das macht mich traurig.

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